Ein Wort zur Technik
Ab und zu erhalte ich Fragen, welche Technik ich für die Pat Henry Boudoir-Fotografie verwende. Vorneweg: Ich bin nicht der Auffassung, dass eine hochtrabende Technik mangelndes Gespür für die Bildgestaltung ausgleichen kann.
Aber natürlich soll‘ sie den Ansprüchen der Zeit genügen.
Kamera:
Sony Alpha 7R IV.
Die 7R IV ist bei mir seit anfangs 2021 im Einsatz und hat die bisherige Canon EOS 5D Mark IV ersetzt. Und damit den Schritt von der „echten Spiegelreflex“ zur Systemkamera markiert. Die 7R IV hat ein ganz spezielles Merkmal: Sie nimmt Bilder mit bis zu 61MB auf. Das erlaubt es, die Bilder auch sehr gross zu skalieren und ohne Schärfenverluste grossformatige Posters aus den Bildern zu fertigen.
Objektive: Meistens ein 24 bis 105 mm Zoom.
Boudoir-Fotografen können eines ganz besonders gut: Stundenlang über die Vor- und Nachteile bestimmter Objektive debattieren. Der Range für Boudoir-Fotografen geht meist von einem 50mm Normalobjektiv (mein Mentor Michael Sasser aus Hollywood schwört zum Beispiel darauf) bis zu einem 135mm Tele-Objektiv.
Ich arbeite für die Boudoir-Fotografie insbesondere mit zwei Objektiven: Zum einen mit einem Sony 24-105mm F4.0 G Zoom-Objektiv, zum anderen mit einer 85mm F1.4 GM Festbrennweite.
Die Festbrennweite mit ihrer hohen Lichtstärke gibt ein besonders schönes sogenanntes „Bokeh“. So nennen wir es, wenn der Hintergrund des Bildes in der Unschärfe verschwimmt und dadurch ein Bild besonders viel Plastizität erzielt.
Für Modelle, denen es wichtig ist, dass ich als Fotograf beim Shooting nicht zu nahe komme, setzen wir gelegentlich auch noch ein Sony 70-200mm F2.8 GM Objektiv ein. Die Brennweite von 200mm bedeutet, dass ich Dich auch aus fünf Metern Abstand noch bildfüllend auf das Foto bringe. – Oft beginnen wir auch mit diesem Objektiv, damit Du Dich an die Situation gewöhnen kannst.
Studio und Blitzanlage.
Im Studio in Wallisellen arbeite ich sowohl mit Dauerlicht – das ansonsten primär für Videoaufzeichnungen verwendet wird, auch auch mit einer mobilen Jinbei-Blitzanlage. Diese umfasst drei Studioblitze mit zwei 40x60cm Softboxen, einer 40x180cm Striplight Softbox, Beauty-Dish sowie Reflektor-Schirm, die abwechslungs-weise zum Einsatz kommen können.
Im Studio fotografieren wir insbesonsere Low- und High-Key Bilder: Das sind solche, bei denen der Hintergrund ganz hell oder ganz dunkel ist und die oft insbesondere von den Konturen des Körpers leben. Bei diesen Bildern setzen wir auf die Blitzanlage und können so sämtliche Lichtquellen genau kontrollieren.
Natürlich können wir auch im Studio Requisiten einsetzen wie Sessel, Bett, Bartisch, etc.